Wer macht alles richtig und kann dennoch nicht abnehmen? Teil 2

Wer macht alles richtig und kann dennoch nicht abnehmen? Teil 2

.....Trotz Diagnose lebte ich sehr gut. Ich war sehr aktiv und konnte futtern, was ich wollte. Ich war einfach eine von den glücklichen Menschen, die nicht zunahmen. Plötzlich wurde ich jedoch trübselig und extrem sensibel. Außerdem war ich anscheinend völlig grundlos immer extrem erschöpft! Nicht müde! Erschöpft. 

Aber...! Ich war immer superschlank! Ich konnte trotz Hashimoto essen, was ich wollte. Ich wog nie mehr als 52 KG.

Ein Vorteil für meine Hormonlage war auch: Ich hatte nie Pubertätsakne. (Was das für eine Hormonlage war, erkläre ich noch.) Für meine Haut bekam ich schon immer Komplimente. Meine Freundinnen nahmen fast alle die Antibabypille für ein besseres Hautbild. Ich hoffe sehr, dass Frauenärzte heutzutage der Schönheit wegen keine hochdosierten chemischen Östrogene an Teenager verschreiben…

Seltsamerweise bekam ich plötzlich mit 26 Jahren unglaublich schlechte Haut. Jeder war sehr verwundert. Ich bekam Antibiotika, Cortison und am Ende eine Antibabypille der ersten Generation. Diese sind 3mal so hoch dosiert wie die Pillen heutzutage. Plötzlich begann ich unaufhörlich zuzunehmen. Ich begriff nicht warum. Ich hatte mein Essverhalten doch nicht verändert! Außerdem verbrannte ich doch eigentlich mehr Kalorien als ich zu mir nahm. Wurde meine Haut zumindest besser? Nein!

Mein Bruder empfahl mir damals strikt Kohlenhydrate von meinem Speiseplan zu streichen. Ich dachte, er hätte da etwas verwechselt. Ich sollte Fett und Eiweiß futtern? Das bedeutete fast doppelt so viele Kalorien als sonst! Bei meinen Eltern fand ich ein Buch, das sich mit dem Thema beschäftigte: „Die neue Diät“ von Dr. U. Strunz.

Noch so ein verrückter Arzt wie mein Bruder! Ich sollte alle vier bis fünf Stunden Eiweiß futtern…hochdosiert, dazu Vitalstoffe und Fett, aber eben keine Kohlenhydrate. Gedanklich sagte ich: “Ok, Strunz. Klingt alles verrückt, aber ich gebe Deiner Methode genau einen Tag.“Einen Tag, von dem ich annahm, dass ich mit meiner Stoffwechsellage bestimmt zwei Kilo zunehmen würde…. Ich startete dennoch: Morgens Rührei und einen Shake, mittags Steak und einen Shake, abends Garnelen mit viel Öl, zum Nachtisch einen Shake. Am nächsten Morgen wog ich 2,8 KG weniger – Über Nacht! Statt dem gewohnten geschwollenen Gesicht, blickten mich wache Augen an. Ich konnte es nicht glauben, aber ich war mir sicher, von nun an würde ich so weiterleben. In den nächsten neun Tagen nahm ich sieben Kilo ab. dazu möchte ich erklären, dass ich bis dahin immer unter starken Wasseransammlungen litt. Aber hey! Ich fühlte mich super leicht! Wer jetzt sagt, das sei eine zu schnelle Crashdiät, der irrt. Denn ich aß mehr als doppelt so viele Kalorien als sonst. Zum ersten Mal in meinen Leben war ich satt und nahm ab. das war neu für mich! Bisher war Abnehmen immer mit einem Hungergefühl für mich verbunden, das man eben durchstehen musste, wenn man sich am nächsten tag auf der Waage freuen wollte. 

Dennoch fehlte mir mir bald ein Brot und mein geliebter Schokokuchen. Meine Schwester und ich starteten unsere ersten Backversuche – unglaublich widerlich! Wir backten ein Brot, das eher nach Rührei mit Mandeln und Leinsamen schmeckte. Dennoch erinnere ich mich gerne zurück, denn unbewusst war so die Idee von love me cakes geboren.

 

Zeitsprung…..

Als sich 2010 mein Exfreund von mir trennte, sollte sich mein Leben und mein Stoffwechsel sehr verändern....

to be continued....