Wer macht alles richtig und kann dennoch nicht abnehmen? Teil 3

Wer macht alles richtig und kann dennoch nicht abnehmen? Teil 3

Als sich 2010 mein Exfreund von mir trennte, sollte sich mein Leben sehr verändern. Ich litt sehr unter der Trennung. Ich konnte nicht essen, nicht schlafen. Ich erbrach mich ständig, obwohl mein Magen IMMER leer war. Ich wog mit 31 Jahren Knapp 42 KG und zog zurück  in mein altes Kinderzimmer. Eine schreckliche Zeit! Ich war vollkommen ausgebrannt – geistig und körperlich. Freunde und auch Ärzte meinten damals, sie hätten noch nie solche Auswirkungen bei einem Menschen aufgrund von Liebeskummer  erlebt. Wenn ich nicht weinte, wurde mir schlecht, wenn mir schlecht wurde musste ich mich erbrechen. Ich kann mich an einen Moment in der Küche meiner Eltern erinnern, in dem ich komplett zusammenbrach und meine arme fast  80jährige Mutter mich auf ihren Schoß zog und und mein Haar streichelte. Ich weiß dann nur noch, dass ich hustete und hustete und Luft erbrach.

So konnte es nicht weitergehen! Ein gebrochenes Herz macht so etwas nicht! Ich wusste, dass ich jetzt wirklich krank war.

Ich ging zu verschiedenen Ärzten. Ich wusste, dass irgendetwas ganz und gar falsch war…Wenn meine Freundinnen Liebeskummer hatten, dann wurde eine Flasche Wein geöffnet, geweint, gelacht und beschlossen, dass es der Mann gar nicht wert war. Mein Liebeskummer schien mich umzubringen. Wieso war mir immer schwindelig? Wieso konnte ich mein eh schon feines Haar in dicken Strähnen von meinem Kopf lösen? Wieso war ich so seltsam gelb?

Ich erzählte vielen  verschiedenen Ärzten, dass ich Hashimoto habe und hierfür Hormone schluckte, dass mein Partner sich vor sechs Monaten getrennt hatte und dass es mir seitdem geistig, aber vor Allem körperlich extrem schlecht ginge. Alle Blutbilder kamen als „Alles im Bereich“ zurück. (Wie ich mittlerweile diese Aussage hasse…Alles im Bereich…..)

Die Diagnose: Depression. Die Behandlung: Antidepressiva

Um es nicht zu spannend zu machen: Die Antidepressiva halfen mir kein Stück. Ganz im Gegenteil! Ich entwickelte das Restless Legs Syndrom. Ein unerträglicher  Zustand, bei dem man es nicht erträgt, wenn Arme oder Beine nicht zappeln. Ich lese immer weider, es sei unheilbar. Ich habe es Gott sei Dank heute nicht mehr.

Nervöse Beine? Anfangsschwierigkeiten! Ich würde durchhalten! Ich würde meinem Körper weiterhin diese Tabletten aufzwingen - möge er sich noch so aufbämen und wehren. Ich hatte ein Rezept, das hieß für mich, ich brauchte diese Pillen. Wurde ich überglücklich? Nein! Es veränderte sich rein gar nichts außer, dass ich plötzlich zunahm. Hallejulia! Endlich wieder ein weiblicher Körper, doch plötzlich lief das Zunehmen aus dem Ruder.

Kein Problem! Ich wusste was zu tun war! Einfach wieder die Kohlehydrate streichen und viel Eiweiß futtern. Nur plötzlich funktionierte das diesmal nicht. Ok! Mehr Sport! Die eine Stunde am Tag ist einfach zu wenig! Hmmmm…. Funktionierte trotzdem nicht. Sehr komisch…Warum war ich eigentlich plötzlich so aufgedunsen…warum war meine Haut gelb! Ich musste zurück zum Arzt!

„Alles im Bereich.“

(Bild von Sarina Kulmann)