Wer macht alles richtig und kann dennoch nicht abnehmen?

Wer macht alles richtig und kann dennoch nicht abnehmen?

Teil 1:

„Lieber Gott…Warum ich, Was ist das bloß?“ Das fragte ich mich viele Jahre, als ich von Arzt zu Arzt rannte. Von außen war mir nichts anzumerken. Das ist Fluch und Segen bei der ganzen Sache. Ein gebrochener Arm erzeugt Mitgefühl – ein kaputter Hormonhaushalt nicht.

Im Moment weiß ich nicht, ob dieser Post ein Ein- oder Zehnteiler werden wird. Ich habe so viel erlebt, ich musste oder durfte so viel lernen. Jeden Tag hadere ich damit meine Geschichte öffentlich zu machen, denn wieder kommt das Gefühl der Hilflosigkeit über mich. In unserem Ladengeschäft in Mannheim spreche ich mit so vielen Menschen und viele haben das gleiche Problem: Ich nehme einfach nicht ab! Ich habe eigentlich keine Zeit oder Energie lange Tipps zu geben, dennoch dauert solch ein Gespräch dann  meist über eine Stunde. Mein Wissen teile ich gerne, denn ich weiß, wie sich diese Hilflosigkeit anfühlt. Nun möchte ich Eurer Bitte nachkommen und endlich alles aufschreiben.

Vorweg:  love me cakes ist nicht entstanden, weil ich mich gelangweilt habe oder unbedingt selbständig sein wollte.

Es begann alles eigentlich schon sehr früh:

Meine Mutter sagte mir neulich, dass ich als Kind immer müde war. Ich kam von der Schule, aß mit meinen Geschwistern und fragte meine Mutter dann, ob ich auf unserer Küchenbank schlafen dürfte. Es waren die 80er Jahre. Da war das eine Kind eben dick, das andere dünn, oder eben klein oder groß oder aktiv oder ruhig.

Auffallend bei mir war, dass ich sehr viel kleiner und zierlicher war als alle gleichaltrigen Kinder. Ich erinnere mich, dass ich mit fast 20 Jahren einmal gefragt wurde, ob ich schon auf’s Gymnasium gehe. Ein Schlag ins Gesicht damals!

Ich hatte als einzige von sechs Geschwistern Probleme in der Schule. Meine Eltern, beide Lehrer, förderten uns alle, wo sie nur konnten. Ich weiß noch, dass ich ständig alles vergaß. Sei es in der Schule oder zu Hause. Bald wurden meine Eltern sauer. Warum schrieb ich das mit meinen Eltern erlernte Wissen nicht einfach genauso in den Schularbeiten auf. Ich hatte den Stoff doch am Morgen vor der Klausur meinen Eltern herunterrattern können. Schulangst? Prüfungsangst? Ich kannte das nicht! Mein Problem war, dass ich oft gar nicht wusste, dass ich mit meinen Eltern überhaupt an jenen Morgen gesprochen hatte!

Die Kinderärztin stellte eine lahme Schilddrüse fest. Seit der Grundschule bis zum erwachsenen Alter nahm ich nun hochdosiert Jod zu mir. Heute weiß man, dass Schilddrüsenpatienten Jod meiden sollten. Es kam was kommen musste: Mit 21 Jahren wurde mir Hashimoto diagnostiziert, eine Autoimmunkrankheit, bei der der Körper die Schilddrüse angreift und zerstört. Bevor Ihr jetzt sagt… Alles schon 1000 Mal getestett, solltet Ihr wirklich Teil 2 lesen.

Trotz Diagnose lebte ich sehr gut. Ich war sehr aktiv und konnte futtern, was ich wollte. Ich war einfach eine von den glücklichen Menschen, die nicht zunahmen. Plötzlich wurde ich jedoch trübselig und extrem sensibel. Außerdem war ich anscheinend völlig grundlos immer extrem erschöpft! Nicht müde! Erschöpft. Sie Schilddrüse war gut eingestellt. Was konnte das also sein?

to be continued.....